Aug 16 2010

Hilfsbereitschaft 2.0

Category: Social Mediaadmin @ 18:22

Die Geschichte

Mein Mister X (Name ist der Redaktion bekannt, darf aber aus verschiedenen Gründen nicht bekannt gegeben werden) liegt krank zu Hause. Wie das nun einmal so ist, wenn man krank zu Hause liegt: Einem ist unwahrscheinlich stinkefad.
Im Zuge eines Fadheitsbefalls hat er mir folgende SMS zuteil werden lassen: „Ich brauche den Rat einer Frau. Ich will im Internet unnötige Dinge bestellen, die keiner braucht, die aber glücklich machen. Wo finde ich sowas?”

Anscheinend hatte er wohl im Gefühl, dass er mit seiner „geekigen“ Freundin hier direkt an der Quelle angefragt hat.
Um eine passende Auswahl an unnötigen Dingen, die keiner braucht, die aber glücklich machen, zusammen zu stellen, habe ich Twitter befragt.
Und siehe da! Da fühlten sich meine Twitteranten doch mehr als berufen. Die Links, Tipps, Vorschläge und Ideen trudelten nur so ein. Fix in ein Mail geschmissen und die Beschäftigung meines Mister X war für die nächsten paar Stunden gesichert. Ins Körbchen gewandert sind schließlich eine Piratenfahne und ein T-Shirt welches die Star Wars Musik auf Knopfdruck abspielt. Wird seinem Auftritt auf jeden Fall mehr Style verleihen. Ganz geil.
Na aber da soll noch einmal jemand sagen, Social Media wäre zu nix zu gebrauchen. Pah!

Die Message

Das ist genau das, was ich unter vielem anderen ich an diesen Communities so toll finde. Hilfsbereitschaft ohne Ende auch für banal anmutende Dinge. Die ich-bin-krank-mir-is-fad-Geschichte sollte nur stellvertretend für all die Situationen stehen, in denen ich schon Hilfe aus diversen SM (nana!) Communities bekommen habe.
Im lustigen Twitter läuft das meist unter dem Hashtag #followerpower.

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Aug 15 2010

Warum ich mein iphone4 mag

Category: Hardwareadmin @ 21:01

Ich lasse mich ja sehr gerne von Freunden, Kollegen, Bekannten, Fremden, Halbfremden und so weiter zu meinen Blogbeiträgen inspirieren.

So war das auch dieses Mal. Wollte schon lange einen Beitrag über das iphone4 schreiben, aber irgendwie fehlte mir der Ansatz. Habe es vor 2 Wochen aus London lockfree über Borderlinx bestellt, was sehr gut geklappt hat. Borderlinx ist eine Art Weiterleitungsdienst. Weil Apple bekanntlich vom Apple London Store ihre schicken Telefone nur nach London verschippern wollte, war Borderlinx eine gute Möglichkeit. Man erhält eine Londonadresse, die man bei der Bestellung angeben kann, die Telefone werden zu Borderlinx, die sich logischerweise hinter dieser Adresse verstecken, verschickt und die leiten das Paket dann für 20 Euro überall hin weiter.

Insgesamt habe ich 3 Wochen gewartet, was eigentlich angesichts der Drohung von Apple, es würde allein bis zu Borderlinx mindestens 3 Wochen dauern und der Drohung von Borderlinx, dass die Weiterleitung bis zu 5 Wochen dauern kann, sehr flott war. Wollte den Boten schon wegschicken, weil ich noch kein Packerl erwartet und geglaubt habe, er hat sich in der Adresse vertan. Gut, dass ich das dann nicht getan habe.

Auf jeden Fall fehlte mir ein Schubs in die richtige Richtung für einen passenden Blogpost. Geholfen hat dann ein Treffen mit einer Studienkollegin (Ja, ihr merkt das schon, meine Studienkollegen sind alle super und vor allem sehr inspirierend), die sich vielleicht auch für das Gerät interessiert und die äußerst treffende Frage gestellt hat „Und was kann das jetzt besser?“

Tja, das ist die Frage. Was kann das iphone4 so viel besser, als dass man die eigentlich abnormale Summe von 600 Schätzchen dafür auszugeben bereit ist.

Ich unterstelle mir mal, kein Experte auf dem Gebiet der Smartphones sondern einfach ein 0815 User zu sein. Ich kenne mich mit den technischen Details nicht aus und kann hier nicht mit viel Wissen glänzen. Ist aber vielleicht für den Beitrag auch ganz gut so. Denn ich möchte beschreiben, was meine banalen Uschigründe sind, warum ich mein iphone4 mag. Berichte zum technischen Schnickschnack könnt ihr sonst auch irgendwo lesen.

Demnach heißt die Frage eigentlich „Was bietet das iphone4 einem Normalotto, was so super ist?“Meine Liste der Lovepunkte:

Punkt 1 Ganz klar das Display. Ich sage immer, es würde aussehen wie ein Offline-Bildschirm. Als würde das Telefon gar nicht laufen. Die Farben sind total satt und leuchtend. Jemand hat auch einmal gemeint, das Display wäre viel dichter unter dem Glas. Total schwer zu beschreiben. Muss man gesehen haben.
Edit: Mein All Time Favorite Blogpost Info Ergänzer @cypher hat mich gerade darüber informiert, dass das Display sogar mit dem Glas verklebt ist. Der Eindruck stimmte also. Und es kann so auch kein Staub mehr dazwischen geraten. Toll, ne.

Punkt 2: Design. Wie gesagt, ich bin einfach ein ganz normaler User. Und ich lege wert auf sowas wie Design. Und das neue Design finde ich wunderschön. Das eckige Telefon liegt auch toll in der Hand und liegt auch besser auf dem Tisch um zu tippen. Sehr sehr hübsch. Wenn ich mir dagegen ein HTC oder das Galaxy S anschaue, finde ich die wahrlich einfach nur hässlich.

Punkt 3: Akku. Ein Punkte, der mich bei meinem 3G immer total gestört hat. Mit dem Babyakku kam ich selten über eine Nutzung nach 15:00 ohne Aufladen hinaus. Ständig das Kabel dabei und ständig auf die Akkuanzeige glotzen. Damit ist nun Schluss, denn der Akku hat in einem Praxistest fast 2 volle Tage bei recht intensiver Nutzung gehalten. Herrlich!

Punkt 4: Kamera. Und zwar erstens die „normale“ Kamera und zweitens die Frontkamera. Die hintere Kamera schießt wirklich tolle Fotos. Habe meine Digicam schon total verstauben lassen, weil die iphone-Bilder sehr brauchbar sind, super Qualität. Wenn ich nicht gerade auf Urlaub bin, lasse ich die Digicam einfach zu Hause, weil die Handycam völlig ausreicht. Für meine Bedürfnisse eben. Superlustig ist die Frontkamera. Dass man nicht schon früher auf diese Idee gekommen ist. Endlich kann man sich total einfach selber fotografieren :) FaceTime konnte ich leider noch nicht ausprobieren, weil ich noch keinen zweiten iphon4 Besitzer in meinem Dunstkreis habe. Ja, das ist ein Aufruf!

Das sind eigentlich meine 4 Lieblingspunkte, weswegen ich mein neues Telefon sehr gerne mag. Und ich finde auch, dass es die 600 Taler wert war.

Micro SIM, was brauche ich?

Weil das Wunderding auch nur mit einer Micro SIM Karte läuft, bedeutet das, dass man sich entweder von orange (bei mir halt) so ein Ding um 20 Euro holen kann oder dass man sie selbst umbastelt. Und weil ich ein neugieriger Hippiemensch bin und gerne bastel, habe ich mich der Herausforderung gestellt. Also fix die haarsträubende Anleitung ausgedruckt, die Schablone ausgeschnipselt und angefangen an meiner SIM Karte herumzufummeln. SIM Slot auf, Karte rein, SIM Slot zu, Stoßgebet: Es funktioniert! Ein bisschen Spielerei ist es schon und sicher auch nervenaufreibender als die Alte-Oma-Variante aber um die 20 Euro war ich gut essen :)

PS: Empfangsprobleme egal welcher Art kann ich absolut nicht bestätigen. Habe bisher stundenlang telefoniert, das Gerät dabei auf alle nur erdenklichen Weisen in der Hand gehalten und es war nie und nimmer irgendein Empfangsabfall oder gar Ausfall zu bemerken.

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Aug 03 2010

Nicht noch ein Publizistik Blogpost

Category: Sonstigesadmin @ 22:28

Folgender Post juckt mir schon seit langer Zeit in den Fingern. Nun habe ich alles soweit in meinem Hirn geordnet, dass ich euch den Inhalt zugänglich machen kann.

Wie der Titel schon sagt: Ich poste zum ersten Mal über mein Studium. Ja, ich auch. Über die Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Uni Wien.

Zuerst muss ich aber etwas ausholen. Also spulen wir die Zeit drei Jahre zurück. Ich im maturabedingten Vorbereitungsstress beginne, mir zu überlegen, wie es denn nach der Schule nun weitergehen soll. Eine Universität soll es sein. Bilde mir ein, dass das Uni-System eher etwas für mich ist als das FH-System. Obwohl ich keines von beiden kenne. Ich wälze Studienpläne, besuche unzählige interessant klingende Vorlesungen, quäle befreundete Studenten und verbringe meine Freizeit auf Tagen der offenen Tür.

Der PuKW-Pessimismus

Irgendwann dann steht die Entscheidung: Es soll die PuKW werden. Die Fächer klingen toll. Die besuchten Vorlesungen waren toll. Nur die Erzählungen von befreundeten Studenten waren nicht toll. Der erste Anflug des später diagnostizierten Publizistik-Pessimismus schlägt mir entgegen.

Dieser lässt sich in zwei Ausprägungen darstellen:

1) Ich studiere PuKW, finde sie aber trotzdem blöde, unnötig und total beschissen.
2) Ich studiere nicht PuKW, finde sie aber trotzdem blöde, unnötig und total beschissen.

Die Krankheit äußert sich im Wesentlichen in einer unaufhörlichen, zeit- und nervenraubenden, kontinuierlichen und vom Selbstfrust geprägten Meckerei über die PuKW. Während ich mir ständig dieses Gesudere reinziehe, stelle ich mir ganz heimlich folgende Fragen:

Ist ein Studium, nicht etwas, was man sich selbst aussucht? Also etwas Freiwilliges?
Warum tut man dann etwas, was man blöde findet?
Warum sucht man sich nicht etwas, was man besser findet?
Wann hört dieses nervtötende Gemeckere endlich auf??

Ist doch, wie wenn ich mir grüne Vorhänge ins Zimmer hänge obwohl ich grün nicht ausstehen kann und dann bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit mich darüber auslasse, wie unsäglich grottig ich diese Vorhänge finde und wie sehr ich unter diesen Vorhängen leide und dass ich mit diesen scheiß Vorhängen nur Penner werden kann, weil sie mich so negativ prägen… Was mir dabei einfällt: Blaue Vorhänge!

Warum das alles?

Ich oute mich jetzt mal: Denn ich mag mein Studium. Ich finde es ganz toll. Ich höre mir gerne an, was sie einem dort erzählen. Ich gehe dort auch freiwillig Samstag 09:00 hin um mir als eine von fünf Studenten im Audimax anzuhören, worum es in Medienpsychologie geht. Ich finde es, ehrlich, interessant! Und, meiner Meinung nach, sollte das doch der Hauptgrund sein, ein Studium zu bestreiten. Ein Studium bringt einem nur die Hälfte, wenn man es desinteressiert und unmotiviert betreibt. Nur wenige Studien sind essentiell für den späteren Job also kann der Beweggrund nur im eigenen Antrieb liegen, sich weiterzubilden und über ein Thema mehr zu erfahren.

Die Rangliste der beliebtesten und gleichzeitig dämlichsten Argumente:

“Mit Publizistik kann man doch nur Taxifahrer werden.” Das liegt dann aber nicht an der Publizistik sondern am Student. Zauberwörter: Engagement, Fleiß, Interesse. Und auch ein Student der Jus, der BWL oder der Numismatik wird keinen Job finden, wenn er sich neben dem Studium außer für das Semesterclosing für nichts interessiert hat.

“Das macht doch jeder.” Na und?

“NUR Publizistik? Da muss man unbedingt etwas zweites dazu machen.” Ich versichere euch: Muss man nicht.

“So viele Journalisten braucht doch niemand” An dieser Stelle darf ich den geschätzten Hr. Burkart zitieren, der als ersten Satz in der Einführungsvorlesung Folgendes zum Besten gegeben hat: “Alle, die Journalisten werden wollen, verlassen jetzt aus ihrem eigenen Interesse den Saal” Amen.

“Die Jobs von Publizisten kann man auch ohne Studium machen” Ist bei einem Großteil der Jobs ebenso. Wie war das nochmal mit dem Interesse??

Schlusswort

Am Ende bleibt mir nur noch, einen geschätzten Studienkollegen zu zitieren, der den herrschenden PuKW-Pessimismus wie folgt kommentiert hat: “Diesen Jammerfotzen sollte man einen Arschtritt und eine Optimismus-Injektion ins linke Aug verpassen!”

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Aug 01 2010

Charlie und die Schokoladenfabrik

Category: Sonstigesadmin @ 18:23

Iwona hat im Juli ein äußerst nettes Projekt gestartet. Nämlich 31 Leute rezensieren 31 Bücher. Danach voted man für die Lieblingsrezesion und der Sieger erhält einen Amazon-Gutschein. Für noch mehr Bücher. Habe mich an diesem netten Projekt beteiligt und herausgekommen ist Folgendes:



Ein Buch, aus dem ich meinen Kindern vorlesen würde

Als ich die 31 Tage – 31 Bücher Liste durchging, leuchteten mir sofort die Augen, als ich die Aufgabe Nummer 26 las. Erst war ich unsicher, ob ich bei diesem Projekt mitmachen sollte, weil ich wahrscheinlich nicht das bin, was man eine Leseratte nennt. Aber eine kleine Leidenschaft und Liebe schlummert da doch. Nämlich für Roald Dahl. Jener norwegischer Schriftsteller, der neben hinreißenden Kinderbüchern auch mit dunkelschwarzem Humor geschmückte Kurzgeschichten schreibt.

Sollte ich jemals eine Mutti werden, dann würde ich wahrscheinlich sofort in die Roald-Dahl-Ecke greifen, wenn es ans Vorlesen geht. Neben Der fantastische Mister Fox, Der Riesenfinger, Matilda, James und der Riesenpfirsich oder Das riesengroße Krokodil würde dort dann auch Charlie und die Schokoladenfabrik stehen, mein absoluter Favorit.

Handlung

Local hero ist Charly Bucket. Ein Junge, dessen Familie ihm alles bedeutet. Er lebt mit seinen Eltern und seinen Großeltern gemeinsam in einem kleinen Häuschen. Das Geld ist knapp und die Fünf leben in ärmlichen Verhältnissen. Trotzdem sind sie glücklich, weil sie sich haben. Charly lauscht abends gerne den Geschichten von Großvater Joe, der ihm von Willy Wonka und seiner Schokoladenfabrik erzählt. Dort wurden einst die besten Süßigkeiten der Welt hergestellt, bis Willy Wonka die Fabrik auf unbestimmte Zeit still legte. Eines Tages aber ruft Willy Wonka zu einem Gewinnspiel auf. Die fünf Kinder, die eines der begehrten Tickets versteckt in den Schokoladetafeln finden, dürfen eine Führung in der Fabrik miterleben. Neben Charlie finden auch vier Kinder namens Augustus Glupsch, Veruschka Salz, Violetta Beauregard und Micky Schießer ein Ticket. Während Charlie für gute Familienwerte und wertvolle Charaktereigenschaften wie Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe steht, repräsentieren seine vier Mitstreiter Gier, Habsucht, Stolz und Zorn. (Bibelfeste Menschen erkennen hier vier der sieben Todsünden)

Die Partie erlebt einen tollen  Tag in der Fabrik. Sie lernen die Oompa-Loompas kennen, fahren im Schokoladefluss, kauen Kaugummi mit 8-Gänge-Menü-Geschmack, klonen Schokoladetäfelchen und fahren mit einem gläsernen Fahrstuhl. Im Laufe der Tour verschwinden nach der Reihe die vier Sündenkinder. Ihre Schwächen treiben sie zu Fehlern, weswegen sie die Tour abbrechen müssen und erst am Ende ihre Eltern wieder treffen. Am Ende erfährt man, dass die ganze Tour eine List von Willy Wonka war, um dasjenige Kind zu finden, welches wahre Werte verfolgt und somit Erbe der Fabrik werden kann. Willy Wonka unterbreitet Charlie dieses einmalige Angebot, doch dieser lehnt ab, weil er seine Familie zurücklassen müsste.

Warum ich dieses Buch liebe und meinen Kids daraus ständig vorlesen würde

Auf der einen Seite entführt einen dieses 153 Seiten Büchlein in eine wunderbar abenteuerliche und unwirkliche Welt voller Wunder und haarsträubenden Erfindungen. Der extrovertierte und verrückte Willy Wonka lebt für seine süßen Experimente und entführt den Leser in eine magische Umgebung, in der scheinbar alles möglich ist.

Des Weiteren mag ich das Buch sehr gerne, weil es eine Botschaft mit positiven Werten vermittelt. Es drückt einem diese Botschaft aber nicht mit dem Holzhammer à la „Böse Kinder Gute Kinder“ aufs Aug, sondern verpackt es charmant und zurückhaltend. Ich glaube nicht, dass Kinder diesen Aspekt des Buches auch sofort durchschauen, sondern es eher unbewusst mitnehmen.

Verfilmungen

Das Buch wurde insgesamt zweimal verfilmt. Ich sage immer gerne, einmal altmodisch und einmal neumodisch. Die ältere Version von 1971 entspricht wahrscheinlich mehr dem Originalbuch, wobei ich auch die moderne Version, die 2005 mit dem ausgezeichneten Johnny Depp in die Kinos kam, absolut sehenswert finde. Auch ein toller Film, um mit den Kids gemeinsam zu schauen.

Achja: Das Original ist in sehr leicht verständlichem und einfachem Englisch geschrieben und wirklich empfehlenswert. Die Atmosphäre, die Mr. Dahl erschaffen wollte, kommt im Original noch etwas besser raus und man schwebt förmlich durch die Seiten und durch die Fabrik. Also für Englischanfänger oder Englischschüler vielleicht auch eine Geschenkidee.

Buch in englischer Originalfassung
Buch in deutscher Übersetzung
Film von 1971 (Titel: Willy Wonka und die Schokoladenfabrik)
Film von 2005

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Jul 31 2010

Arbeitsplatz Upgrade

Category: Hardwareadmin @ 19:34

Aufgrund unüberwindbarer Wlan-technischer Probleme, musste ich meinen Blog gar so lange ruhen lassen. Da ich mir aber jetzt Hilfe geholt habe, ging das Wlan in dem Moment wieder, als die Hilfe das Haus betrat … Fragt nicht. Das ist immer so bei mir.

Im Zuge meines Schreibtisch-Steckerls habe ich ja meine Antiquität von Laptop vorgestellt. Wirklich ein alter Herr von Sage und Schreibe 9 Jahren, der nun endlich in den Ruhestand darf. Da muss natürlich dann auch ein neues Gerät her.

Laptopupgrade

Schon lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, auf ein Produkt des Hause Apples zurück zu greifen. Besitze immerhin das iphone und bin damit sehr zufrieden. Technisch bin ich hier eher der Nupsi und fliege drauf, wenn Dinge einfach unkompliziert und selbsterklärend sind. Einige Male wurde mir bescheinigt, dass ich mit diesen Ansprüchen bei Apple genau richtig sein würde. Habe jedoch immer wieder gezweifelt, ob ich mit dem anderen Betriebssystem so zu Recht kommen würde. Schlussendlich bin ich aber dann doch von meiner Acer-Krücke auf ein superschickes MacBook 13 Zoll umgestiegen.

3 Aspekte, die mein Laptopleben einfach schöner machen

Mein liebes Bruderherz (#familypower !!) hat mir den ganzen Kram mit Aufsetzen und so weiter abgenommen, also war ich sofort startklar als ich das Ding in die Hände bekam. Was mir zuallererst auffiel: Sauschwer, der Apfel. Und zweitens: Der war in gefühlten 2 Nanosekunden hochgefahren. Zum Vergleich: Acerschätzchen habe ich aufgedreht, bin frühstücken gegangen um nach 15 Minuten arbeiten zu können… Man gewöhnt sich an alles!

Dann war ich mir nicht einmal sicher, ob das Teil denn schon läuft. SO leise! Was heißt hier leise? LAUTLOS! Würde es nicht auf meine Befehle reagieren, könnte es auch abgedreht sein. Der Hammer.

Das Macbook ist wohl in allen Belangen ein Upgrade, was meinen Arbeitsplatz angeht.

Die drei einschneidensten Dinge sind aber wohl Hochfahren, Geräuschkulisse und Akku. Akkuleistung nicht nur deshalb, weil der Laptop stundenlang tut und tut und tut und tut … Nein, sondern weil mein geschätzter Acer nicht einmal einen Akku besass … Doch, schon irgendwann einmal. Hat aber recht früh den Geist aufgegeben. Weswegen sich mir auch in den letzten Wochen viel zu oft die Frage stellte: Garten oder Internet? Jetzt hingegen stelle ich mir die Frage: Unter dem Kirsch- oder dem Apfelbaum? Mit vollem Akku hält er bei mir locker einen Tag durch. Megageil.

Mac für Dummies

Obwohl ich mich anfangs wohl angestellt habe wie der erste Mensch (Auszug aus meinem Google Protokoll: „Mac rechte Maustaste“ „Mac Vollbild“ „Mac ausschalten“ … ja … ich weiß …) habe ich mich sehr schnell an alles gewöhnt. Dieses Ding erklärt sich einfach von selbst. Gibt keine Umständlichkeit sondern man nimmt die Dinge von überall weg und lässt sie dort fallen, wo man sie braucht.

Und, in meinem Fall besonders wichtig: Ich glaube, man kann nur schwer etwas kaputt machen, verstellen, whatever. Man könnte auch sagen, Mac ist deppensicher. Was ja auch ansich nichts Schlechtes ist.

Mein Fazit

Für meine Ansprüche habe ich mich für das richtige Gerät entschieden. Alles was ich brauche, habe ich schnell und unkompliziert bei der Hand. Dinge einrichten funktioniert problemlos und selbsterklärend. Alles tut so wie es soll und wie ich das will. Ich stöpsel mein iphone ein, schwupps landen die Bilder bei iphoto, die Kontakte im Gegenzug am Tele und das obwohl ich nichtmal was gedrückt habe. Cooool :)

Wie in allen technischen Angelegenheiten, habe ich auch hier gerne Twitter um Rat gefragt. Jenes versierte Grüppchen hat mir das nun endgültig erstandene Teil auch wärmstens ans Herz gelegt. Genau so haben mir diese Goldengel auch über die ersten Startschwierigkeiten hinweggeholfen. Hach! Followerpower!

Damit ich meine jungfräuliche kleine Apple Kommandozentrale auch standesgemäß bedienen kann, hat sich hier gleich diese Universal Doc dazu gesellt. Was soll ich sagen? Stöpsel ein und freu dich.

Ich komme mit meinem Macbook einfach gut zurecht. Bruderherz hat schon angerufen und sich Sorgen gemacht, weil ihn nicht alle 3 ½ Minuten ein Notruf von mir erreichte, weil irgendwas nicht klappt. Hat nämlich alles geklappt. Wohl der beste Beweis, dass das echt uschifreundlich ist und ich damit einfach eine Freude habe. Zu viele Nerven habe ich bis jetzt aus dem Fenster geschmissen, weil der Laptop IRGENDWAS tat, entgegen meinen Befehlen oder geschweige denn meinen Wünschen.

Bevor ich mein iphone bekam, sagt ein weiser Mann zu mir: „Wenn du einmal Apple in der Hand hältst, willst du nie wieder etwas Anderes.“ Könnte bei mir durchaus zutreffen. Bin bis jetzt mit allem sehr zufrieden.

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Jul 07 2010

London Calling!

Category: Sonstigesadmin @ 11:28

Alle, die mich kennen, die wissen, dass ich nicht die große Weltenbummlerin bin. Trotzdem haben wir Ende Juni ein paar Tage in London verbracht, die wirklich toll waren. 4 Tage in einer fremden Stadt bringen einige neue, recht aufregende und spannende Eindrücke mit sich, die natürlich auch festgehalten werden müssen.
Die Stadt ist wirklich wunderschön. Diese alten Ziegelsteinhäuschen mit den bunten Türen schaffen ein unvergleichliches Flair. Außerdem ist London sehr sauber. Die Londoner an sich sind eines der freundlichsten und ruhigsten Völkchen, denen ich je begegnet bin. Ein Trip, den ich auf keinen Fall missen möchte.

Abenteuer Ryan Air
Nach Onlinechecken der Flugangebote haben wir uns dafür entschieden, uns mal den Billigliner Ryan Air anzuschauen. Mehr als Einfahren kann man ja nicht, richtig? Fazit: Wer nichts gegen freie Platzwahl (Wirklich!) oder sehr enge Sitze hat, wenig Gepäck mitschleppt, auf dem Flug das ekelhafte kalte Schnitzel mit dem Instant Kartoffelsalat nicht vermisst und auch die Transfers nach Bratislava und dann ins jeweilige Stadtzentrum verkraftet, kann ruhig auf Ryan Air zurückgreifen. Wir haben es auch überlebt ;) Wir mussten auch nicht Stehen, fürs Klogehen bezahlen, das Handgepäck auf dem Schoss haben oder sonstige gerüchtemäßige Horrorgeschichten durchleben.

Im Folgenden jene Erkenntnisse, die sich unwiderruflich in mein Hirn eingebrannt haben.

Erkenntnis #1: Wer die UBahn in Wien aus irgendeinem Grund blöd findet, soll sich bitte einmal die metro in London geben. Das ist ein gefühlt 1,20m hoher, alter, stinkender, kleiner, verrotteter Zug, in dem pro Wagon 10 Menschen einen Platz finden und der einen vermutlich das rechte Bein abklemmt, wenn man nach dem Tonsignal noch durch die Türen huscht. Von Klimaanlage, Barrierefreiheit oder Notknopf wollen wir nun gar nicht einmal anfangen, gell? Ich weiß auch nicht, wie es in einem UBahnschacht 45°C haben kann in einer Stadt, die die 20 °C Grenze wohl nur alle paar Jahre einmal überschreitet. Und: Warum stehen die Menschen in Wien auf der Rolltreppe eigentlich auf der rechten Seite? Wir sitzen doch auch im Auto links und haben Linksverkehr. Die Londoner stehen nämlich richtigerweise rechts. Discuss!

Erkenntnis #2: Die Rollentreppendiskussion bringt mich auch gleich weiter. Nämlich: Ich bin so froh, dass ich noch lebe! Deren Falschverkehr hat mich mächtig überfordert. So stand ich immer total selbstbewusst an der Straße, guckte nach links und setzte zum Losgehen an bis mich Samuel an der Hand zerrte und eins von diesen Retrotaxis von rechts an mir vorbeidonnerte. Dieses Szenario stelle man sich bitte in 60facher Multiplikation vor. Daran würde ich mich nie gewöhnen. Nach spätestens zwei Wochen wäre ich tot. Überfahren von einem Retrotaxi. Toll finde ich aber, dass die Londoner für Menschen wie mich an vielen Fußgängerübergängen (äh ..) auf die Straße schreiben „Look right –>“ „Look left <--“. Je nachdem halt.

Erkenntnis #3: Fußgängerampeln stehen in London bloß zu Dekozwecken, zur Stadtverschönerung, zum Spaß! Das interessiert keine Sau. Klar, bei uns läuft man auch mal in einer kaum befahrenen Nebenstraße über Rot aber die queren doch eine vierspurige Schnellstraße mit Kinderwagen auf 13 Zentimeter hohen Absätzen! Wir standen immer als die einzigen Deppen an der roten Ampel während die Londoner in waghalsigen Manövern zwischen den Autos durch hopsten…

Erkenntnis #4: Der beliebteste Sport in London ist eindeutig UBahnschlafen. Die dösen aber auch so richtig weg. Hatte drei Sitznachbarn im Tiefschlaf über acht Stationen auf meiner Schulter lehnend und seelig grunzend.

Erkenntnis #5: Nur in London trägt man knallpinke Lackhandtaschen, die zu nichts passen außer zu dem knallpinken Lippenstift. Und nur in London können 15jährige Mädels Kleider mit Schulterpolstern tragen. Und absolut NUR in London kann man T-Shirts unter der Brust zuknoten und bauchfrei rumlaufen.

Erkenntnis #6: Es stimmt. Wenn man sagt „Wenn sich zwei Engländer treffen, dann stellen sie sich zuerst in eine Schlange“, dann stimmt das. Schlangestehen ist ihnen fast so heilig wie Ubahnschlafen.

Erkenntnis #7: Der Engländer hat die Ruhe weg. Er steht 1 ½ Stunden in einer Schlange und tut als könnte ihm gerade nichts Lustigeres passieren. In Wien hätten sich die Menschen schon gegenseitig aufgefressen aber die Londoner haben die Ruhe weg. Faszinierend.

Erkenntnis #8: England hat keine Essenskultur. Die essen dort unter anderem panierten Fisch mit Pommes, übergossen mit Essig und dazu Erbsen. Wäh. Dann schmieren die sich auch noch gesalzene Butter unter die Marmelade, falls man das Marmelade nennen darf…

Unbedingt erwähnenswert ist natürlich der Spitalfield’s market. Der gemeine Londoner liebt es nämlich, seine unheimlich stylischen und hippen Klamotten auf Märkten zu kaufen. Der Spitalfield’s market befindet sich in einer tollen viktorianischen Markthalle. Junge Designer bieten dort ihre handgemachten und somit fast einzigartigen Stücke an. Wirklich toll. Die Preise sind auch wirklich in Ordnung. Habe für jedes Teil zwischen 10 und 20 pounds bezahlt. Und ganz ehrlich: Einem Talent zahle ich gerne den einen oder anderen Taler mehr für seine selbst entworfenen und geschneiderten Klamotten. Hätte dort ein halbes Vermögen liegen lassen können. Wirklich ein Besuch wert.

Meine Ausbeute. JA! Das ist eine Tinkerbell!
Londonshopping

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Jun 25 2010

Mein Schreibtisch-Steckerl

Category: Social Mediaadmin @ 14:46

Ich habs ja geahnt, dass das irgendwann auf mich zukommen wird. Heute Vormittag ist es dann auch passiert. Mein stylishster Rockabilly-Twitterant @brain_stormings hat mir ein Schreibtisch-Steckerl zugeworfen. Genauer gesagt ein Steckale. Nachdem er dem Spaß einen kärnterischen Touch verpasst habe, wandle ich selber auch nochmal auf das wienerische Steckerl. Vor lauter Überaschung habe ich das Ding dann auch gefangen also gibts nun keine Ausreden mehr.

Eigentlich eine sehr nette Aktion. Der Beworfene lichtet seinen Arbeitsplatz ab und liefert eine kleine Erklärung dazu. Ich freue mich ja immer, wenn ich von meinen Twitteranten und Facebookleuten auch mal einen Real Life Einblick bekomme. Ja, der Stalker in mir.

Habe mich also entschlosse, da mit zu machen. Nur etwas blöd, dass ich zur Zeit aus kündigungstechnischen Gründen nicht über einen Arbeitsplatz per se verfüge. Weil ich aber nicht komplett verwehren wollte, lade ich euch nun auf einen Einblick in meine Ecke des Wahnsinns ein. Bitte keine Apple-Invasion, Technik auf dem neuersten Stand, High-End-Gagdets oder gar Aufgeräumtes erwarten. Ich bin Studentin, ja? ;)

Tada. Foxy’s holy place wo sie studiert, lernt, schreibt, surft, Zeit verplempert, chattet, frühstückt, Musik hört und den einen oder anderen Ausraster durchlebt, wenn der liebe Mister Acer das WP-Backup frisst und gleichzeitig das Update den Blog in die Hölle schickt.

Los geht’s: Der Laptop. Wehe, es lacht jemand. Der gute alte Herr hat mich nun fast 9 Jahre durch die Schule, das Studium, diverse Jobs und etliche Langeweilephasen begleitet und er hält noch immer tapfer durch. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Altersbedingte Beschwerden wie ein außer Gefecht gesetztes CD-Laufwerk, die vierte kaputte Batterie und eine klemmende Leertaste verzeihe ich gerne angesichts der treuen Dienste. Außerdem hört er sich an wie ein 400PS starker Rasenmähertraktor weshalb gleichzeitiges Fernsehen aufgrund von Lautstärkenkollision unmöglich ist. Aber er ist super. Trotzdem wird er bald das Zeitliche segnen müssen, denn etwas viel hipperes wird einziehen. Genug ist genug.

Äh ja, meine Frühstückstasse steht da auch noch rum.

Ein EM-Mitbringsel. Der wahnsinnig unverwüstliche Cola-Becher. Immer an meiner Seite.

Der Terminplaner liegt da nur alibihalber. Ich vergesse trotzdem viel zu viel.

Apropos alibihalber: Das dicke Buch für Wirtschaftspsychologie 1+2. Gekauft, aber außer den Namen reingeschrieben, noch nichts damit gemacht. Habe ich mal erwähnt, dass ich der Hauptkunde für Stabilo während den Prüfungswochen bin? Nur ein kleiner Auszug ist zu sehen.

Die kesseste Schreibunterlage seit Menschengedenken. Danke, Mama. Ja, die ist eh ur schön.

Die Steckerl-Geschichte:

Next one, please!

Spannend fände ich ja den Schreibtisch von Richard. Deshalb werf ich ihm das Steckerl mal zu.

Und weil ich hier ja niemanden enttäuschen will, hacke ich das Stöckchen in zwei Teile und werfe den zweiten Teil dem zweiten Richard zu ;)


Jun 22 2010

Webmontag: Tischproblem, Newbiebadge und Beatecamp

Category: Eventsadmin @ 08:32

Gestern, am 21. Juni 2010 startete um 19:00 der Webmontag. Für mich um 19:30 weil ich erst weggefahren bin, als ich eigentlich schon dort sein sollte aber außer die erste Bestellrunde habe glücklicherweise noch nichts verpasst.Robert hat diesmal organisiert und auch das Ortproblem super gelöst.

Als aufgrund der hohen Es-ist-mein-erster-Webmontag-Besucher-Dichte die Frage “Und wie rennt so ein Webmontag?” geklärt wurde, starteten wir mit einer kleinen offiziellen Vorstellungsrunde. Die Inoffizielle bestand in “He du bist doch XY, oder?” :) Erste Twitternicks wurden mit dazugehörigen Gesichtern und Namen verbunden.

Wegen der etwas ungünstigen Tischkonstellation blieben mir die Identitäten ein paar der Anwesenden, die sich am anderen Ende des Tisches niederließen, leider verborgen. Lässt sich aber bestimmt irgendwann nachholen. Der 10 Meter lange und 1 Meter breite Tisch war auch der Grund, warum wir die Anwesenden in drei Gruppen teilten, die jeweils ein Thema besprachen und es konnte wild hin und her gewechselt werden. Themen waren die Rettungspläne der Futurezone, alles Relevante bezüglich Barcamp Nummer 2 und im Speziellen mögliche Aktionen für alle Newbies am Barcamp.

Richard und Ich haben das schonmal thematisiert.

Ich habe mich hier eher an die Barcamp und vor allem die Newbie-Pläne gehalten und möchte kurz zusammenfassen, welche Ideen gefallen sind. Im Wesentlichen haben wir gebraingestormed, wie man die soziale Hürde 2.0 für Erstlinge am Barcamp, also Probleme wie “Ich kenne niemand” “Die kennen mich nicht” “Was mache ich hier?” “Ich will hier raus!”, etwas reduzieren kann. Wäre doch schade, wenn frische und gute Beiträge aufgrund solcher Bedenken ausbleiben. Die Ideen lassen sich in zwei Kategorien einteilen, nämlich in Pre-Barcamp und @Barcamp-Dinge:

Pre-Barcamp:

Als eine der fruchtbarsten Ideen halte ich eine Pre-Party am Abend vor dem Barcamp. Könnte mit einem netten Twittagessen starten und dann auf Wasauchimmer hinauslaufen und soll rein dem Vorab-Kennenlernen und Socialisen dienen. Leute kennenlernen, Twitter-Accounts mit RL-Gesichtern connecten und Spaß haben um dann am nächsten Tag nicht mutterseelenallein in das Barcamp zu starten. Vielleicht nicht unbedingt der körperlichen Fitness und des frühen Aufstehens am Samstag dienlich aber da muss man durch. Nur die Harten kommen in den Garten.

Für die besonders Hartgesottenen unter euch wäre auch ein Pre-Barcamp-Frühstück möglich. Also man trifft sich einfach bevor die Sause startet, kippt sich einen Durchhalte-Kaffee, lernt sich kennen und marschiert dann gemeinsam hin. Da der offizielle Spaß aber ohnehin schon sehr früh beginnt, ist die Frage, ob man die Leute noch früher motivieren kann. Das mit den Harten im Garten gilt eben auch hier.

Im Raum stand auch, die obligatorischen Vorstellungs-Tags schon vorab preiszugeben, um vielleicht schon Anknüpfungspunkte auszumachen. Denn kein Mensch, außer die Streber, klickt sich bei der Anmeldeliste durch alle Profile um die Anwesenden zu stalken und so könnten schon einmal Gemeinsamkeiten gefunden und sich daraufhin connected werden.

@Barcamp

Der Newbie-Badge. Man könnte “den Neuen” einen Aufkleber verpassen, der einen sofort als Neuling identizifiert. Aufschriften wie “Talk to me”, “Need help” oder Ähnliches wurden diskutiert. Für mich persönlich ist der Badge nicht die Aktion der Wahl, weil es etwas den Charakter eines Stempels-am-Hirn hat und mich total an die “Vorsicht! Ich bin neu”-Buttons der Mc Donald’s Lehrlinge erinnert, denen man auch immer gegenübertritt als könnten sie nicht bis Drei zählen.

Die Session für Neulinge ist eigentlich schon fast beschlossene Sache und soll sowohl Newbies die Möglichkeiten bieten, gleich einmal Anschluss zu finden als auch Platz sein, um gemeinsam mit Oldies neue Ideen zu finden und das Thema zu fokussieren.

Wir stempeln Jemanden ab, der den Newbie-Tisch betreut. Quasi eine Anlaufstelle für Fragen, Gespräche, Kontakte, Dramen und was noch alles so anfällt. Hängt aber auch stark davon ab, ob sich jemand “opfert”, also die Sessions ausfallen lässt um diese Aufgabe zu übernehmen. Derjenige bekommt dann natürlich den “I talk to you” oder “I help you” Button und ein volles Karmakonto auf Lebenszeit.

Ich hoffe ich habe alle Aktionen ideengetreu versammelt. Feedback ist natürlich erwünscht. Sowohl von Barcamp-Pros, die den Ablauf dort kennen und sicher einschätzen können, was funktionieren kann als auch von Newbies, die sagen, bei welcher Aktion sie sich am Wohlsten fühlen würden.

Sonstiges

Ausserthematisch haben wir uns noch mit möglichen Zusatzvarianten bei der Angabe des Familienstandes auf Facebook beschäftigt. Highlights: “Würde gerne mit ‘Person’ , weigert sich aber”, “In Beziehung mit ‘Person’, betrogen mit ‘Person’ ‘Person’ ‘Person’ ‘Person’ ‘Person’ ‘Person’, “In Beziehung mit ‘Person’, finde aber ‘Person’ geiler” uvm.

Der Abend spitzte sich zu, als es im Anschluss an die FKK-Tweet-Up-Idee  zuerst um ein Jugendcamp inklusive Übernachtung, dann um ein Nacktcamp und irgendwann um ein Sexcamp, Porncamp oder gar ein Beatecamp ging. Domains wurden schon gecheckt. Aktueller Favorit: 6camp.at

Als die Frage “Herr Kellner, bitte eine Runde Hochprozentiges” mit einem wutentbrannten “Wir haben seit einer halben Stunde geschlossen!” quittiert, die Lichter abgedreht und die Sessel auf die Tische gestellt wurden, machten wir uns auf den Heimweg. Wiederholung absolut erwünscht! Danke an alle, die dabei waren.

Nachtrag: Habe soeben erfahren, dass wir den lieben @webfeuerJonny vergessen haben, als der noch kurz am Klo war. Haben uns klammheimlich aus dem Staub gemacht und er stand dann wie die Kuh vorm Gatter und keiner war mehr da. Sehr charmant meinte er dazu: “Wieselflink diese Onliner!” Verzeih uns.

Richard aka @dschun hat in gewohnt sympathischer Weise über jene Aspekte des Webmontags gebloggt, die eben nur ihm auffallen.

Auch Robert Lender hat alles Wichtige über diesen netten Webmontag festgehalten.

Ein Thema, welches ich kaum überrissen hatte, dass es besprochen wurde (“Uschi hast du einen Sideblog?” “Einen was?”), waren die Sideblogs. Rene hat zusammengefasst, worum es da ging.

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Jun 15 2010

Herumfuchteln deluxe – Microsoft Kinect

Category: Hardwareadmin @ 19:57

Von 15.-17.Juni 2010 fand in Los Angeles die alljährige Computerspielemesse E3 (Electronic Enterainment Expo ) statt.

Diverse angekündigte Spielefortsetzungen und andere Game relevante Neuigkeiten wurden präsentiert. Mein persönliches Highlight war allerdings die mehr als pompöse Präsentation der Microsoft Kinect.

Microsoft ließ sich im Rahmen der Präsentation nun überhaupt nicht lumpen und artete mit einer Cirque de Soleil inspirierten Monstershow auf. Künstler schwebten von der Decke, Schwerkraft wurde dauerhaft außer Kraft gesetzt, die Bühne zu einem schwebenden virtuellen Wohnzimmer umgestaltet. Ich mag ja diese übertriebenen Shows, die mit allem Hokuspokus und PlemPlem die Zuschauer für ein paar Minuten in einen geistigen Ausnahmezustand versetzen. Jene, die eher auf die Details der neuen Produkte warten, fühlten sich wahrscheinlich wie bei Willy Wonka in der Narrenfabrik.

Microsoft stellte Kinect schon vor über einem Jahr als Projekt Natal vor, gelauncht wurde es unter dem neuen Namen. Keine Ahnung, warum eigentlich. Im Wesentlichen ist die Kinect eine 3D-Kamera, die jegliche Controller überflüssig macht. Alle, die jetzt denken, dass man ähnlich der Wii als hüpfender und torkelnder Kaspar vor dem Fernseher steht, haben damit absolut Recht. Und ich finde es herrlich. Die Kinect wird uns in Zukunft aber auch den letzten Controller ersparen. Videos von durch die Gegend fetzenden Geräten, die Fenster, Fernseher, Vasen und Mama’s Porzellan vernichten und nicht selten Kampfspuren an den Körper unserer Mitspieler hinterlassen, gehören nun wohl der Vergangenheit an. Wir spielen nämlich ab sofort nur noch mit unserem Körper. Wackeln, Fuchteln und Hopsen sind das neue Drücken und Malträtieren des Controllers.

Bei einigen werden vielleicht Erinnerungen an Sonys EyeToy wach. Gravierendste Unterschiede sind aber, dass die Kinect den Spieler in 3D statt in 2D erfasst und dabei noch mit Gesichtserkennung und Sprachsteuerung punktet.

Die ersten Spiele werden uns mit klingenden Namen wie Kinectimals, Joyride, Kinect Sports, Kinect Adventures und Dance Central verzücken. Erwartungsgemäß werden die ersten Spiele mehr auf die Witzigkeit der Bewegungen abzielen, als auf echtes Zockerkönnen. Hier brauchen wir uns nichts vorzumachen. Erinnern wir uns an die Wii zurück: Hier ließen die richtig guten Games wie Super Mario Galaxy, Mario Kart, Sports Plus und das absolut obergeile Rabbiz go Home eine ganze Weile auf sich warten.

Es darf zwar schon gespart werden, doch den Preis haben uns die Jungs weder auf der E3 noch auf der dazugehörigen Pressekonferenz verraten. Es soll uns also erst zu einem späteren Zeitpunkt aus den Latschen werfen. Die Vorfreude kann allerdings schon einsetzen, da der Release-Termin für November 2010 angesetzt wurde. Rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft also.

Ein ziemlich nettes Detail liegt in der Menüsteuerung, denn Microsoft hat angekündigt, am Dashboard für die Xbox360 zu arbeiten, um dann per Fuchteln durch das Menü steuern zu können. Ich bin da recht empfänglich ;)

Die Kinect wird wohl eher jene Menschen erreichen, die mehr auf den Party-, Familien- und Communityspielspaß Wert legen, als auf die Zockerqualität. Die, die schon immer lieber mit dem Controller oder der Maus in der Hand vor dem Gerät saßen und stundenlang darauf eingehämmert haben, werden der neuen Bewegungssteuerung kaum etwas abgewinnen können.

Ich als bekennender Wii-Junkie fühle mich jedoch wie gedoped wenn ich davon lese und freue mich auf eine neuerliche Runde Rumgehopse vor dem Fernseher.

Den Spielespaß, vor allem mit Freunden und Familie, sehe ich mir mit der Kinect mehr als gesichert.

Update: Herr Haderer aka hdrr.at und Frau Julia aka Fanfaralla haben die Chance bekommen, die Kinect einmal ausgiebig zu testen. Ein Eindruck davon kann man sich hier verschaffen. Coole Sache oder.

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Jun 13 2010

Das Follower-Mysterium

Category: Social Mediaadmin @ 10:17

1625, 5278, 367. Das, was für potentielle Models Brust, Taille, Hüfte ist für Twitter Following, Followers und Listed. Drei Zahlen, die einem sofort Information darüber geben, wie es um einen Account steht. Unterschied: Für Modelmasse wurde das Ideal 90, 60, 90 festgelegt. Für Twitteranten existiert so etwas nicht. Oder etwa doch?

Meiner Meinung nach hält mit Twitter nämlich auch ein neuer User-Quality-Index im Web Einzug: die Followerzahl. Sie gibt an, wie viele Menschen diesen Account abonniert haben und dessen Tweets angezeigt bekommen wollen. Das Problem: Die Handhabung von zu-followende (Pfh, nicht sehr kompatibel, dieser Englisch-Sprech) Usern unterscheidet sich sehr stark. Es gibt Jene, die Usern folgen, deren Tweets besonders lesenswert sind, selbst sympathisch tweeten und dadurch über die Zeit einen Haufen an Followern ansammeln. Natürlich steckt hinter dem Ganzen auch eine gewisse Logik, denn Accounts, die 3825 Leute tagtäglich lesenswert finden, müssen doch auch etwas zu bieten haben. Im Normalfall wenigstens.
Es gibt aber auch Jene, die ihre Followerzahl möglichst effektiv und schnell in die Höhe treiben wollen und nur wenig auf die Tweets Anderer geschweige denn auf die eigenen achten. Denn mehr Follower erhöhen wiederrum die Chance auf noch mehr Follower und lassen den eigenen Account sehr sehr wertvoll erscheinen ;) Zumindest wenn man die Tweets ausklammert.

Diese gewisse Ich-folge-dir-also-folge-auch-mir-Mentalität ohne zu beachten, ob einem die Tweets sympathisch sind, gepaart mit einer massiven Followergier verwässern also den Followerindex demnach gewaltig. Seiten wie http://www.twittercharts.at oder http://twitaholic.com ordnen Accounts verlässlich nach der Anzahl der Follower und erwecken somit den Eindruck, als wäre dies der EINZIGE Hinweis auf folgenswerte User. Und ganz schnell bevor jetzt ein Shitstorm auf mich losbricht: Riesige Accounts mit vielen Followern und Friends sollen natürlich nicht geschmälert werden! In einem großen Teil der Fälle deuten viele Follower auch auf eine interessante Timeline hin (Nona …) und ich habe einige meiner Lieblingstwitterinanten genauso aus eben jenen Listen gezogen aber … ehschowissen.

Der “gute Account”

Folgende Aussagen bezüglich der Qualität eines Accounts im Zusammenhang mit der Anzahl der Follower habe ich bis jetzt aufgeschnappt. Interpretation und Wertung außen vor:

„Gute Accounts haben viele Follower.“

„Gute Accounts haben viele Follower, folgen aber selbst nur Wenigen.“

„Gute Accounts posten nicht ständig aus dem Privat- und Alltagsleben.“

„Gute Accounts linken zu seriösen Seiten.“

„Gute Accounts informieren dich über Dinge, die du vorher noch nicht wusstest.“

„Accounts, die ebenso viele Follower wie Friends haben, sind nur auf Followersammeln aus.“

Um einen  sogenannten „Guten Account“ aufzubauen, wurde mir gesagt, sei es wichtig, „interessante, hochwertige und jene Posts zu schreiben, von denen die Follower profitieren“. Gut, das leuchtet mir auf den ersten Blick ein. Jedoch frage ich mich ernsthaft, ob diese Kultur der Followersammlung die Art und Weise der Tweets nicht in eine völlig falsche Richtung lenkt. Eigentlich möchte ich gerne diejenigen Tweets lesen, die jemand für besonders wichtig, weiterempfehlenswert, interessant, kurios, alltäglich, witzig, schockierend und wissenswert hielt. Weniger gerne lese ich Posts, die nur deshalb entstanden sind, um möglichst viele Retweets und infolgedessen möglichst viele neue Follower zu erhaschen. Hierbei möchte ich aber nicht bestreiten, dass sich das Eine mit dem Anderen nicht auch überschneiden kann.

Die einzelnen Nutzungsmotive, die hinter jedem Twitteraccount stecken, differenzieren sicherlich in alle nur erdenklichen Himmelsrichtungen. Möchte A nur schnell die Tageszeitungstweets aufsaugen um top informiert zu sein, möchte B mit Freunden in Real-Time-Kontakt stehen, C die Welt dort draußen mit Wasauchimmer versorgen und D eben seinen Followerstamm ausbauen.

Jedenfalls fällt mir die starke Follower-Orientierung auf. Da werden Veranstaltungen als Twitter-Nahrungsquelle missbraucht, da werden blind Accounts gesammelt, da wird ohne Hintergrund wild regetweetet und zusammenhangslos gefollowed. Alles mit Ziel der Followerrekrutierung … Pfeifegal, ob die Timeline etwas hergibt oder nicht.

Fazit: Twitter lebt von Followern, Retweets, Empfehlungen und WeissderGeier aber dennoch: Finde es grundsätzlich schade, dass Followergier und Retweetsucht oft den wichtigen und interessanten Aspekt, nämlich frei von der Leber weg alles Erdenkliche in die Welt hinaus zu posaunen, oft überragt.

So und jetzt, wo ich extra einen Blogbeitrag über Twitter verfasst habe, müsst ihr mir aber nun auch alle folgen und meine Followerzahl auf mindestens 5000 anheben. Schneller, schneller ;)

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