Gestern, am 21. Juni 2010 startete um 19:00 der Webmontag. Für mich um 19:30 weil ich erst weggefahren bin, als ich eigentlich schon dort sein sollte aber außer die erste Bestellrunde habe glücklicherweise noch nichts verpasst.Robert hat diesmal organisiert und auch das Ortproblem super gelöst.
Als aufgrund der hohen Es-ist-mein-erster-Webmontag-Besucher-Dichte die Frage “Und wie rennt so ein Webmontag?” geklärt wurde, starteten wir mit einer kleinen offiziellen Vorstellungsrunde. Die Inoffizielle bestand in “He du bist doch XY, oder?” :) Erste Twitternicks wurden mit dazugehörigen Gesichtern und Namen verbunden.
Wegen der etwas ungünstigen Tischkonstellation blieben mir die Identitäten ein paar der Anwesenden, die sich am anderen Ende des Tisches niederließen, leider verborgen. Lässt sich aber bestimmt irgendwann nachholen. Der 10 Meter lange und 1 Meter breite Tisch war auch der Grund, warum wir die Anwesenden in drei Gruppen teilten, die jeweils ein Thema besprachen und es konnte wild hin und her gewechselt werden. Themen waren die Rettungspläne der Futurezone, alles Relevante bezüglich Barcamp Nummer 2 und im Speziellen mögliche Aktionen für alle Newbies am Barcamp.
Richard und Ich haben das schonmal thematisiert.
Ich habe mich hier eher an die Barcamp und vor allem die Newbie-Pläne gehalten und möchte kurz zusammenfassen, welche Ideen gefallen sind. Im Wesentlichen haben wir gebraingestormed, wie man die soziale Hürde 2.0 für Erstlinge am Barcamp, also Probleme wie “Ich kenne niemand” “Die kennen mich nicht” “Was mache ich hier?” “Ich will hier raus!”, etwas reduzieren kann. Wäre doch schade, wenn frische und gute Beiträge aufgrund solcher Bedenken ausbleiben. Die Ideen lassen sich in zwei Kategorien einteilen, nämlich in Pre-Barcamp und @Barcamp-Dinge:
Pre-Barcamp:
Als eine der fruchtbarsten Ideen halte ich eine Pre-Party am Abend vor dem Barcamp. Könnte mit einem netten Twittagessen starten und dann auf Wasauchimmer hinauslaufen und soll rein dem Vorab-Kennenlernen und Socialisen dienen. Leute kennenlernen, Twitter-Accounts mit RL-Gesichtern connecten und Spaß haben um dann am nächsten Tag nicht mutterseelenallein in das Barcamp zu starten. Vielleicht nicht unbedingt der körperlichen Fitness und des frühen Aufstehens am Samstag dienlich aber da muss man durch. Nur die Harten kommen in den Garten.
Für die besonders Hartgesottenen unter euch wäre auch ein Pre-Barcamp-Frühstück möglich. Also man trifft sich einfach bevor die Sause startet, kippt sich einen Durchhalte-Kaffee, lernt sich kennen und marschiert dann gemeinsam hin. Da der offizielle Spaß aber ohnehin schon sehr früh beginnt, ist die Frage, ob man die Leute noch früher motivieren kann. Das mit den Harten im Garten gilt eben auch hier.
Im Raum stand auch, die obligatorischen Vorstellungs-Tags schon vorab preiszugeben, um vielleicht schon Anknüpfungspunkte auszumachen. Denn kein Mensch, außer die Streber, klickt sich bei der Anmeldeliste durch alle Profile um die Anwesenden zu stalken und so könnten schon einmal Gemeinsamkeiten gefunden und sich daraufhin connected werden.
@Barcamp
Der Newbie-Badge. Man könnte “den Neuen” einen Aufkleber verpassen, der einen sofort als Neuling identizifiert. Aufschriften wie “Talk to me”, “Need help” oder Ähnliches wurden diskutiert. Für mich persönlich ist der Badge nicht die Aktion der Wahl, weil es etwas den Charakter eines Stempels-am-Hirn hat und mich total an die “Vorsicht! Ich bin neu”-Buttons der Mc Donald’s Lehrlinge erinnert, denen man auch immer gegenübertritt als könnten sie nicht bis Drei zählen.
Die Session für Neulinge ist eigentlich schon fast beschlossene Sache und soll sowohl Newbies die Möglichkeiten bieten, gleich einmal Anschluss zu finden als auch Platz sein, um gemeinsam mit Oldies neue Ideen zu finden und das Thema zu fokussieren.
Wir stempeln Jemanden ab, der den Newbie-Tisch betreut. Quasi eine Anlaufstelle für Fragen, Gespräche, Kontakte, Dramen und was noch alles so anfällt. Hängt aber auch stark davon ab, ob sich jemand “opfert”, also die Sessions ausfallen lässt um diese Aufgabe zu übernehmen. Derjenige bekommt dann natürlich den “I talk to you” oder “I help you” Button und ein volles Karmakonto auf Lebenszeit.
Ich hoffe ich habe alle Aktionen ideengetreu versammelt. Feedback ist natürlich erwünscht. Sowohl von Barcamp-Pros, die den Ablauf dort kennen und sicher einschätzen können, was funktionieren kann als auch von Newbies, die sagen, bei welcher Aktion sie sich am Wohlsten fühlen würden.
Sonstiges
Ausserthematisch haben wir uns noch mit möglichen Zusatzvarianten bei der Angabe des Familienstandes auf Facebook beschäftigt. Highlights: “Würde gerne mit ‘Person’ , weigert sich aber”, “In Beziehung mit ‘Person’, betrogen mit ‘Person’ ‘Person’ ‘Person’ ‘Person’ ‘Person’ ‘Person’, “In Beziehung mit ‘Person’, finde aber ‘Person’ geiler” uvm.
Der Abend spitzte sich zu, als es im Anschluss an die FKK-Tweet-Up-Idee zuerst um ein Jugendcamp inklusive Übernachtung, dann um ein Nacktcamp und irgendwann um ein Sexcamp, Porncamp oder gar ein Beatecamp ging. Domains wurden schon gecheckt. Aktueller Favorit: 6camp.at
Als die Frage “Herr Kellner, bitte eine Runde Hochprozentiges” mit einem wutentbrannten “Wir haben seit einer halben Stunde geschlossen!” quittiert, die Lichter abgedreht und die Sessel auf die Tische gestellt wurden, machten wir uns auf den Heimweg. Wiederholung absolut erwünscht! Danke an alle, die dabei waren.
Nachtrag: Habe soeben erfahren, dass wir den lieben @webfeuerJonny vergessen haben, als der noch kurz am Klo war. Haben uns klammheimlich aus dem Staub gemacht und er stand dann wie die Kuh vorm Gatter und keiner war mehr da. Sehr charmant meinte er dazu: “Wieselflink diese Onliner!” Verzeih uns.
Richard aka @dschun hat in gewohnt sympathischer Weise über jene Aspekte des Webmontags gebloggt, die eben nur ihm auffallen.
Auch Robert Lender hat alles Wichtige über diesen netten Webmontag festgehalten.
Ein Thema, welches ich kaum überrissen hatte, dass es besprochen wurde (“Uschi hast du einen Sideblog?” “Einen was?”), waren die Sideblogs. Rene hat zusammengefasst, worum es da ging.
Schlagwörter: Events, futurezone, webmontag